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Jens Hake vor 6 Jahren, 7 Monaten
Der gestrige Besuch in Hamburg half mir in mehrerer Hinsicht.
Zum einen weiß ich nun, dass ich von #Stade aus problemlos zur #Reeperbahn komme. Denn es gibt eine direkte Verbindung mit der S-Bahn.
Von der Haltestelle sind es eigentlich dann nur noch keine 2 km bis zum #Fischmarkt. Eigentlich nur bergab. Somit entfallen ab sofort jede Menge Ausreden gegen einen Besuch des Fischmarktes
Und weil mich der Bus im Stich ließ, der mich eigentlich (ich wollte etwas Sightseeing) runter zum Fischmarkt bringen sollte, gehorchte ich dann Stéphane Etrillard: ich nahm ein Taxi für die restliche Strecke. Schließlich bin ich ja ein Premium-Anbieter (😉).
Es war dann ein sehr kurzweiliges Meeting mit Kristina Meyer-Estorf und Petra Fuhs. Ich genoss es ehrlich, mal Zeit zu spenden/ zu investieren und mit den Beiden aus dem sozialrechtlichen Nähkästchen zu plaudern. Denn Kristina Meyer-Estorf hat durch ihre Arbeit mit und für Menschen mit #Autismus und #ADHS regelmäßig Kontakt zu den Sozialämtern, um dort die Eingliederungshilfe und das persönliche Budget durchzusetzen. Und selbstverständlich sind die hamburger Mitarbeiterinnen mit Autismus und ADHS genauso überfordert wie insgesamt in der Republik und treffen doch durchaus fragwürdige Entscheidungen.
Selbstverständlich sprachen wir auch sonst über ihre und meine Arbeit, wie wir zu dem wurden, was wir aktuell sind und wo wir noch hin wollen.
Dabei wann ich den Eindruck, dass Kristina Meyer-Estorf in Hamburg sowas wie ein Alleinstellungsmerkmal hat. Sie ist möglicherweise die einzige unternehmerisch tätige Expertin für Autismus und ADHS. Denn soweit ich das überblicke, ist die übliche (institutionelle) Autismus-Hilfe jenseits des Selbsthilfebereich immer bei sozialen Einrichtungen angedockt, die dann auch noch unter Umständen von der Sozialbehörde finanziell unterstützt werden (und bei mir deshalb Zweifel an der wirklichen Unabhängigkeit dieser Einrichtungen aufwerfen).
Kristina Meyer-Estorf scheint da insoweit einen eigenen Weg zu gehen, als dass sie als Unternehmerin zwischen den unterschiedlichen „Betriebssystemen“ vermitteln will und kann, da und weil sie in sich selber das beste dieser „Betriebssysteme“ vereinigt. Es geht ihr dabei nicht um die bestmögliche Versorgung der Menschen mit Autismus und ADHS im Sinne eines patriarchalen Systems. Sondern es scheint ihr darum zu gehen, Menschen mit Autismus und ADHS zu einem umfassenden selbstbestimmten Leben zu verhelfen. Sie ist daher in meinen Augen die ideale Ansprechpartnerin für alle Menschen, für die Autismus und ADHS Gaben sind, die gefördert werden sollten.
Natürlich habe ich Kristina Meyer-Estorf auch gefragt, weshalb sie für ihr Unternehmen den Namen turtelsteps wählte. Sie erzählte mir die Geschichte. Sie ist berührend. Doch diese Geschichte soll Kristina Meyer-Estorf bei Gelegenheit ruhig selber erzählen.
Ich habe mich also rundum wohl gefühlt. Deshalb spielte es überhaupt keine Rolle, dass ich aufgrund der üblichen Störungen im Betriebsablauf erst mit deutlicher Verspätung wieder zurück in Stade war.
Ja, es war ein informativer Nachmittag.
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Lieber Jens, ganz herzlichen Dank für dieses tolle, sehr wertschätzende Statement zu diesem sensiblen, außergewöhnlichen Thema und zur Person👏👏👏👍!