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Detlev Haupt vor 6 Jahren, 7 Monaten
Ist das das Ende der inhabergeführten Ladengeschäfte?
Zwangsschließungen der Ladengeschäfte führen zu einem sofortigen Einnahmenausfall bei den Inhabern. Schon in der ersten Märzhälfte hatten, bis auf Lebensmitteleinzelhändler, viele Kleinunternehmer rückläufige Umsätze zu verzeichnen. Seit dem 16.03. ist klar: die zweite Märzhälfte und der ganze April werden null Euro Einnahmen dazu kommen.
Die Reserven reichen vielleicht für die nächste Miete, die übernächste ist nicht zu erwirtschaften.
Die Banken werden bei ausbleibenden Umsätzen keine Kreditlinien erweitern, eher sogar kürzen.
Die Politik sagt gigantische Hilfsleistungen zu; allerdings sind nur die großen Konzerne und der sogenannte Mittelstand im Fokus.
Organisationsstrukturen und Richtlinien, wie diese Gelder beantragt werden können, müssen erst geschaffen werden; es ist fraglich, ob das bis zur Fälligkeit der nächsten Miete der Ladeninhaber geschieht.
Bundesarbeitsminister Heil hat als Hilfe für Kleinunternehmer und Solounternehmer angeboten, schnell und unbürokratisch dafür zu sorgen, dass diese die Grundsicherung beantragen dürfen: der Gnadenschuss für Insolvenzgeschädigte?
Schon die Hilfen des Hamburger Senats nach dem G 20-Desaster für Umsatzeinbußen der Händler in den betroffenen Gebieten, sind bei den kleineren inhabergeführten Ladengeschäften nicht angekommen. Während die großen Filialisten Gelder einstreichen konnten, wurde den Kleinen beschieden, dass die Situation nicht existenzbedrohend war und deshalb kein Anrecht auf Unterstützung bestünde.
Bei G 20 ging es um eine Woche Umsatzausfall. Bei Corona reden wir über fast sieben Wochen!
Welchen akuten Plan hat der Hamburger Senat, um schnell und unbürokratisch in diesen unverschuldeten Situationen zu helfen?
Oder ist nur vorgesehen, den Vermietern der Einzelhandelsflächen die Umsatzeinbußen, welche durch Insolvenzen entstehen, zu subventionieren? Soll damit sichergestellt werden, dass die noch größeren Banken, die es versäumt haben, auf moderne und tragfähige Geschäftsmodelle umzustellen, keine nennenswerten Kreditausfälle zu verzeichnen haben?Die kleineren Selbständigen, ob „Soloselbständig“ oder mit zwei bis drei Mitarbeitern benötigen genau jetzt Unterstützung! Große Worte zur Beruhigung helfen nicht.
Was nützt es, wenn der HSV und der FC St. Pauli Unterstützung dafür bekommen, dass sie die unanständig überzogenen Spielergehälter weiterzahlen können, während die Vielfalt des Handels, der Dienstleistungen und der Kultur durch Insolvenzen zugrunde geht.
Ist das Zielbild der Politik, künftig nur noch Mitarbeiter in Konzernen, Großbetrieben und internationalen Filialisten beschäftigt zu wissen? Und die übrigen Beschäftigten sind dann sicher bei „Vater Staat“ angestellt oder verbeamtet?!Ich wünsche mir, dass die Politiker jetzt genau so beherzt, wie sie die Schließungen aller Läden beschlossen haben, auch die Rettung dieser sicherstellen! Und zwar genau so schnell, wie die Schließungen beschlossen wurden!
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was leider zu Deinen geschilderten Problemen auf den Einzelhandel noch hinzukommt, ist das anschließend veränderte Konsumverhalten 🙁 (Stichwort: Onlineshopping Lebensmittel etc.). Hoffen wir mal das Beste.
…leider ja, es ist ja jetzt schon so, dass in den Innenstädten sogar die Filialisten aufgeben müssen, da bleibt am Ende kein inhabergeführtes Geschäft mehr übrig. Das Positive daran: es gibt noch eine kurze Zeit super Schnäppchen im Räumungsverkauf!